, Faraj Daniel

Neues Mitglied im SWFE-Staff

Daniel faraj ist nun ein offizielles Mitglied im Staff von Swiss Wrestling. Neu übernimmt erdie Funktion des CISM-Disziplinenchefs im Schweizer Spitzenringsport.

Das Kompetenzzentrum Sport der Armee hat mit dem Ringen eine weitere Sportart offiziell ins Programm der CISM Delegation Schweiz aufnehmen können. Dies erfolgte aufgrund der guten Zusammenarbeit mit Swiss Wrestling sowie der regelmässigen Teilnahme von Sportsoldaten an den CISM-Wettkämpfen in den letzten Jahren. Als Disziplinenchef Ringen wird er bei der organisatorischen Vorbereitung von Militär-Athleten*innen für die CISM-Militärmeisterschaften oder CISM Summer Games tätig sein.
Der 25-jährige Faraj ringt aktiv beim Ringerklub Winterthur in der 61 kg Gewichtsklasse, im griechisch-römischen Stil. Bei den Mannschaftskämpfen kam er bis heute zahlreich zum Einsatz und kämpfte dabei sehr erfolgreich für seinen Verein und auch andere Vereine. Daniel Faraj ist als Leutnant in der Schweizer Miliz tätig. Im Rahmen seines jährlich stattfindenden Militärkurses kann er hierbei Synergien zwischen seiner militärischen Tätigkeit und dem militärischen Spitzensport nutzen.
Daniel arbeitet als Techniker für Notstromanlagen, wie sie z.B. in Krankenhäusern und in der Telekommunikation zu finden sind. Sein Arbeitgeber befürwortet seine neue Tätigkeit im Schweizer Militärspitzensport. Aufmerksam auf die offene Position des CISM-Disziplinenchef bei Swiss Wrestling wurde Daniel durch eine Ausschreibung auf der Homepage des Verbandes. Gleichzeitig wurde er von seinem Trainer Bernhard Gisler (Ringerklub Winterthur) darauf angesprochen, dass er doch alle Bedingungen für diese Position erfüllen würde.
Nach einigen Gesprächen mit allen Bewerbern wurde letztendlich Daniel Faraj mit der neuen Aufgabe bei Swiss Wrestling beauftragt. Eine erste Aufgabe steht bereits demnächst an. Für die 35. World Military Wrestling Meisterschaften vom 19.11. – 26.11.2021 in Teheran (Iran) [3] wird zu entscheiden sein, ob Swiss Wrestling daran teilnimmt.
Die politische Lage im Iran ist sehr problematisch. 2020 wurde im Iran der iranische Ringer Navid Afkari hingerichtet, internationalen Protesten zum Trotz. Zudem steht an den World Military Wrestling Meisterschaften im Iran das Frauenringen nicht auf dem Programm.
„Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich freue mich riesig auf meine neue Aufgabe im Verband als CISM-Disziplinenchef Ringen“, so Daniel Faraj. 
 
Was ist unter „Conseil International du Sport Militaire“ zu verstehen?
Der Conseil International du Sport Militaire (CISM) ist der weltweite Militärsport-Verband. Ein Ziel des Verbandes ist es, die Entwicklung des internationalen Militärsportes auf breiter Basis voranzutreiben. Gegründet wurde er am 18. Februar 1948 im französischen Nizza. Die ersten fünf Gründungsländer waren Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande. Der CISM hat heute 140 Mitgliedsländer.
Sitz des Sportverbandes ist die belgische Hauptstadt Brüssel. Als weltweite Sportorganisation verantwortet er die Durchführung der Militär-Weltmeisterschaften, sog. CISM-Weltmeisterschaften, in verschiedenen Sportarten. Ein Jahr nach seiner Gründung übernahm er die Ausrichtung der Fußball-Militärweltmeisterschaften. Die Teilnahme der Sportarten orientiert sich im Wesentlichen an die klassischen Disziplinen des olympischen Programms. Außerdem pflegt der CISM den Militärischen Fünfkampf. Die CISM-Militärweltmeisterschaften werden jährlich in den jeweiligen Disziplinen ausgetragen, wobei nur aktive Sportsoldaten für ihr jeweiliges Land startberechtigt sind. Das Motto des CISM ist „Friendship through Sport” (englisch für „Freundschaft durch Sport“).[1] Seit 1995 organisiert der Conseil International du Sport Militaire alle vier Jahre die Militärweltspiele im Sommer, seit 2010 gibt es auch Winterspiele. Diese Großveranstaltung wird nach den Regeln des IOC unter den Soldaten ausgetragen.
Von Beginn an nahmen an den Weltspielen mehr Sportler teil als an den entsprechenden Olympischen Spielen.Die Schweiz ist seit 1968 Mitglied des CISM. Aus der Vielfalt der CISM Sportarten hat die Schweiz unter anderem aufgrund der militärischen Bedeutung eine Auswahl von Militär- und Kampfsportarten getroffen, in denen eine Beteiligung in Frage kam.Dabei ließ man sich von folgenden Gedanken leiten: Sport und Solidarität sind die zwei Grundpfeiler, auf denen alle CISM-Veranstaltungen beruhen sollen. Durch die sportlichen Begegnungen zwischen den Streitkräften verschiedener Länder sollen Freundschaften geknüpft und gegenseitig besseres Verständnis zwischen den Nationen geschaffen werden. Sport ist darüber hinaus zu einem wichtigen Mittel in der Stabilisierung von Konfliktregionen geworden.Aufgrund dieser Überlegungen wurden die im CISM vertretenen Sportarten/Disziplinen wie folgt festgelegt:
Militärsportarten: 
Fliegerischer-, Marine- und militärischer Fünfkampf, Schießen und Fallschirmspringen
Einzelsportarten:
Leichtathletik (inkl. Crosscountry und Marathon), Radsport, Reiten, Schwimmen (inkl. Rettungsschwimmen und Turmspringen), Orientierungslauf, Moderner Fünfkampf, Ski (Nordisch und Alpin), Triathlon, Bogenschießen, Klettern, Golf und Segeln
Kampfsportarten: 
Boxen, Fechten, Judo, Ringen und Taekwondo
Mannschaftssportarten:
Basketball, Fußball, Volleyball und Beachvolleyball
 
[2] [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Conseil_International_du_Sport_Militaire[2] https://www.vtg.admin.ch[3] https://www.milsport.one